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Florida ist der südlichste Staat der kontinentalen USA. An der Ostküste der Halbinsel liegt der Atlantische Ozean, an der West- und Südküste der Golf von Mexiko. Der „Sunshine State“ hat eine Länge von 800 km und eine Breite von 260 km. Mit einer Fläche von ca. 170.000 km2; ist Florida etwa halb so groß wie Deutschland. Damit liegt Florida größenmäßig auf Platz 22 unter den 50 US-Bundesstaaten.

Der Staat Florida ist in 67 Verwaltungsbezirke – den Counties – unterteilt. Seine Hauptstadt ist Tallahassee. Mit gut 16 Mio. Einwohnern ist er bevölkerungsmäßig der viertgrößte Bundesstaat der USA. Floridas durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt knapp 100 Personen pro km2.
Das ist verglichen mit Deutschland (230 Einw. pro km2) zwar ganz schön niedrig, für amerikanische Verhältnisse aber relativ hoch.

Florida hat im mancher Hinsicht mehr mit den Inseln der Karibik gemein als mit dem Rest der kontinentalen USA. Tropische Temperaturen, Palmen und Sandstrände, karibische Klänge und kubanische Küche … all das macht diese exotischen Halbinsel einzigartig.

Autofahren in USA:
In den USA wird rechts gefahren. Die Höchstgeschwindigkeit legt jeder Bundesstaat individuell fest. In Florida gelten innerorts 30 mph (ca. 48 km/h), auf Landstraßen 55 mph (ca. 88 km/h) und auf Autobahnen maximal 70 mph (ca. 112 km/h). Etwas gewöhnungs­bedürftig ist, dass rechts überholt werden darf (offiziell zwar nur, wenn dafür nicht die Spur gewechselt werden muss, aber daran halten sich nur wenige). Zum Überholen und Abbiegen dürfen durchgezogene Fahrbahntrennlinien überfahren werden (durchgezogene Doppellinien jedoch nicht). Zeigt eine Ampel rot, darf rechts abgebogen werden, wenn der vorrangige Querverkehr dies zulässt – es sei denn, ein Zusatzschild mit der Aufschrift „No Turn on Red“ verbietet dies ausdrücklich. In allen Bundesstaaten gilt eine rigorose Null-Promille-Grenze.

Kreditkarten:
Kreditkarten sind in den USA eins der wichtigsten Zahlungsmittel. Man kann fast überall damit bezahlen, selbst in Supermärkten, Cafés und in vielen Museen. Es ist so gut wie unmöglich, ohne Kredit­karte zu reisen. Will man beispielsweise ein Zimmer in einem Hotel oder Motel buchen, muss man beim Check-in eine Kreditkartennummer als Sicherheit hinterlegen. Ohne geht’s nicht. EC-Karten werden dagegen nicht als Zahlungsmittel akzeptiert. Am Geldautomaten (ATM) kann man damit jedoch Dollars ziehen.

Preisangaben und Steuern:
In den USA werden in Hotels, Geschäften und Restaurants immer Nettopreise angegeben. Die Steuern werden erst beim Bezahlen aufgeschlagen. Floridas Steuer-Dschungel ist nicht gerade übersichtlich – geschweige denn touristen­freundlich. Zunächst einmal werden 6 % Sales Tax erhoben. Dazu kommt eine lokale Sales Surtax (County Tax). Sie beträgt je nach County zwischen 0 und 1,5 %. Bei Unterkünften gibt es vielerorts noch die Room Tax, die – je nach Stadt – zwischen 5 % und 6 % variiert. Alles mal eben im Kopf zusammen zu addieren, ist also gar nicht so einfach. (Ich werde im Folgenden alle Preise inklusive Steuern angeben. Das ist für meinen Geschmack reeller als der Nettokram – da weiß man genau, wie tief man in die Tasche greifen muss!

Öffnungszeiten: In Florida haben die Geschäfte im Einzelhandel meist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Einkaufszentren schließen um 20 oder 21 Uhr, sonntags oft schon um 18 Uhr. In größeren Orten gibt es Geschäfte (vor allem Supermärkte), die jeden Tag rund um die Uhr aufbleiben.

Restaurant-Knigge:
„Wait to be seated“ – ein Schild mit dieser Aufschrift findet man in den meisten Restaurants, gleich im Eingangsbereich. Damit ist gemeint, dass ankommende Gäste solange im Foyer warten sollen, bis sie eine Hostess oder ein Host an einen freien Tisch geleitet. Es ist nicht üblich, dass Gäste ins Lokal spazieren und sich selbst einen Tisch aussuchen – es sei denn, eine Bedienung bietet freie Platzwahl an. Falls das Restaurant voll belegt ist, kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen und an der Bar warten, bis ein Tisch frei wird.

Stromspannung:
Die USA haben ein Wechselstromnetz mit einer Strom­spannung von 110 Volt und einer Frequenz von 60 Hertz. Elektrische Geräte, die man von zu Hause mitbringt, sollten daher einen Schalter besitzen, mit dem man auf diese Spannung umstellen kann. Außerdem benötigt man einen Adapter für die Steckdosen.

Temperaturangaben:
In den USA hält man nicht nur an den anglo­amerikanischen Maßeinheiten fest, auch die Temperaturen werden in britischen Grad Fahrenheit angegeben. 0 °C entsprechen 32 °F. Die Umrechnungs­formel von Fahrenheit in Celsius lautet: °C = (°F − 32) : 1,8.

Trinkgelder:
Das Bezahlen in amerikanischen Restaurants ist eine Wissenschaft für sich. Wie oben beschrieben sind alle Preise in der Speisekarte Nettoangaben. Erst beim Bezahlen wird die Sales Tax dazu addiert. Außerdem wird ein Trinkgeld (Tip oder Gratuity) fällig, das man – anders als in Deutschland – zahlen MUSS. Trinkgelder sind in den USA fester Bestandteil der Kellnergehälter (die bei einem Stundenlohn von etwa $ 3 liegen). Daher schlägt man zur Endsumme vor Sales Tax (also auf die Nettosumme) noch mal 15 % – bei hervorragendem Service 20 % – auf. Das Trinkgeld lässt man bar auf dem Tisch liegen. Bezahlt man mit Kreditkarte, gibt es ein Extrafeld auf dem Kreditkartenbeleg. Darin trägt man das Trinkgeld ein, bevor man unterschreibt.
Wichtig ist, sich die Rechnung genau anzuschauen, bevor man den Tip addiert. Denn in einigen Restaurants – vor allem in solchen, in denen vorwiegend europäische Gäste speisen – ist man dazu übergegangen, 15 % Trinkgeld stillschweigend mit auf die Rechnung zu setzen. Offensichtlich war hier die Mehrheit der Gäste zu knauserig. Also Augen auf, bevor man doppelt Trinkgeld gibt!

Quelle: usa-tipps.de